„So hoch die Himmel über der Erde sind, so übermächtig ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten.“               

Psalm 103,11

 

Liebe Geschwister und Freunde!

 
In Psalm 103 wird an drei Stellen beschrieben, dass Gott denen gnädig und barmherzig ist, die ihn fürchten, seinen Bund halten und seiner Vorschriften gedenken (Verse 11, 13 und 17-18). Wieso eigentlich ist ein Mensch (mal angenommen, es gäbe so einen), der Gott fürchtet, seinen Bund hält und seiner Vorschriften gedenkt, immer noch auf seine Gnade angewiesen? Hätte er nicht Gottes Anerkennung und Annahme verdient? Das mag für manche frustrierend sein; ich sehe darin eine große Befreiung. Denn es gibt bei Gott keinen Weg zur Selbsterlösung, ich kann es selbst einfach absolut nicht schaffen, egal wie sehr ich mich auch anstrenge. Darüber bin ich überaus froh und dankbar. Weil Gnade bedeutet: Jemand bekommt unverdienter Weise Befreiung von seiner Schuld und der daraus folgenden Strafe zugesprochen!

Es gibt ihn, diesen Menschen, der alle Kriterien unseres Textes 100 %ig erfüllt – Jesus Christus. Aber er empfängt keine Gnade. Er hat keine Gnade nötig. Er empfängt etwas ganz anderes unverdienter Weise, und zwar Gottes Gericht über die Schuld – unsere Schuld. Dass Jesus am Kreuz wegen deiner und meiner Schuld stirbt, beweist eines: Gott ist absolut gerecht. Damit Gott uns gnädig sein kann, muss einer für unsere Schuld bezahlen. Das Unvorstellbare ist – Gott bezahlt selbst mit dem Leben seines geliebten Sohnes Jesus Christus. Daran kann man sich ärgern, man kann aber auch staunend auf die Knie fallen und Gott von Herzen danken.

Wir können uns absolut auf Gottes Gerechtigkeit verlassen. Wenn wir Gott um Vergebung bitten, dann vergibt er uns – wir empfangen Gnade. Aber wir empfangen diese Gnade nur, weil Gott treu und gerecht ist (1. Johannes 1,9). Die Schuld ist bezahlt – Jesus hat es für uns getan. Wie großartig ist das!

Gottes Segen für Euch!

Doreen & Lutz