„Fürchtet euch nicht! Denn euch ist heute ein Retter geboren.“        Lukas 2,10 u. 11 

Liebe Geschwister und Freunde!

Diese Bibelstelle, wo die Engel den erschrockenen Hirten zurufen: „Fürchtet euch nicht!“, ist schon ziemlich bekannt. In fast jedem Krippenspiel wird sie mit dargestellt. Da ist aber die Gefahr groß, diesen Vers zu sehr an die Hirtenszene auf dem Feld zu binden. Es wäre doch aber viel zu wenig, wenn dieses „Fürchtet euch nicht!“ nur den Hirten von damals gegolten hätte. „Euch ist heute der Retter geboren“ gilt ja auch nicht nur den Hirten, sondern allen Menschen zu allen Zeiten. Dieser Zuspruch „Fürchtet euch nicht!“ ist praktisch Gottes Weihnachtsgeschenk an uns. Interessant ist die Begründung, die uns die Engel dafür liefern: ,,Denn euch ist heute der Retter geboren“. Ja, es reicht, dass Jesus einfach nur da ist, auch ohne dass er etwas tut. Das ist faszinierend. Im Alten Testament begegnet uns dieser Gedanke übrigens auch schon, z.B. im Psalm 23: „… fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.“ Oder in 1. Mose 26,24: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.“ Am deutlichsten wird dieser Zusammenhang an der Begebenheit, als die Jünger mit dem Boot unterwegs sind und ein heftiger Sturm aufzieht. Sie kämpfen gegen die Wellen an, schaffen es aber nicht. Jesus ist auch mit im Boot, aber er schläft. Als sie ihn wecken, fragt er sie: „Was seid ihr furchtsam, Kleingläubige?“ (Mt. 8,26) Ich empfand das immer als sehr hart von Jesus. Ist doch logisch, dass die Jünger Angst hatten. Schließlich bangten Sie um ihr Leben. Aber Jesus macht deutlich: Solange ich da bin, braucht ihr euch nicht zu fürchten, selbst wenn ich (noch) nichts tue! Jesus ist da – das hat er uns versprochen. Es ihm zu überlassen, wann er wie was tut, heißt Glauben.  In diesem Sinne wünschen wir euch allen ein „furchtloses“ neues Jahr!

Eure Doreen und Lutz